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Herbstfahrt des BLLV-Kreisverbands Roth

Die Herbstfahrt des BLLV-Kreisverbands Roth, von Hartmut Rosert bestens organisiert, führte diesmal in das sächsische Augustusburg im mittleren Erzgebirge. Das dominierende Schloss, hoch über der Stadt, wurde als Jagdschloss von Kurfürst August im 16. Jahrhundert erbaut.

Er war der Vorfahre von August dem Starken, der 150 Jahre später regierte. Die imposante Schlossanlage im Renaissancestil birgt neben Repräsentationsräumen auch ein Kutschenmuseum und Kerkerräume. Von europäischer Bedeutung ist die Motorradsammlung, die mit mehr als 170 Maschinen 130 Jahre Motorradbau dokumentiert. In der nahegelegenen Stadt Zschopau stand einst das größte Motorradwerk der Welt, das unter dem Namen DKW bekannt wurde.

Nach der Schlossführung setzte sich Jörg Einert, Schlossführer und studierter Musiker, an die Orgel der Schlosskirche, um Werke von Johann Sebastian Bach bis hin zu Eigenkompositionen meisterlich zu interpretieren. Am Abend stand in der gleichen Kirche eine Hubertusmesse auf dem Programm. 35 Bläserinnen und Bläser, zumeist jugendlichen Alters, erfüllten das Gotteshaus, dessen Altargemälde von Lucas Cranach dem Jüngeren stammt, mit präzisem Wohlklang.

Hier und auch am folgenden Tag wurde deutlich, weshalb diese Gegend auch Musikwinkel genannt wird. Zunächst aber ging die Fahrt ins benachbarte Grünhainichen. Dort stellt das Traditionsunternehmen Wendt & Kühn in aufwändigen Verfahren die typischen Erzgebirgsfiguren wie Engel, Leuchter und Spieluhren her.

Mehr als 3000 Musikinstrumente aus aller Welt zeigt das Museum in Markneukirchen im sächsischen Vogtlandkreis. Die meisten stammen von den hier ansässigen Instrumentenbauern, deren Erzeugnisse von vielen renommierten Orchestern geschätzt werden. Unübersehbar ist die größte spielbare Geige der Welt. Über vier Meter lang ist sie und rund 131 Kilogramm schwer. Der fünf Meter lange Bogen wird von zwei Personen geführt. Begonnen hatte die Erfolgsgeschichte im 17. Jahrhundert, als sich böhmische Geigenbauer aus der nahen Stadt Graslitz hier ansiedelten. Wer kein Instrument spielen konnte, Radios und CDs waren unbekannt, der bediente sich selbstspielender mechanischer Musikwerke, wie etwa eines Pianolas oder eines Orchestrions. Reiner Hüttel hat eine imposante Sammlung dieser Instrumente zusammengetragen. Natürlich kamen auch leibliche Genüsse nicht zu kurz. Nach einem „Sauerbrod’n“ mit Grünen Klößen und heimischem Bier schmeckte zu einem „Tipfel“ Kaffee ein Stück Kartoffelkuchen.

blog/herbstfahrt_des_bllv-kreisverbands_roth.txt · Zuletzt geändert: 2019/11/06 18:49 von stefan

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